Die drei Klingen
Ein Adler, gefangen im Griff der falschen Schlange, während die salzige See wütet, donnernd an die Klippen schlägt. Eng windet sich das Biest um des Vogels Leib, zischend und fauchend. Von den Zähnen tropft das dampfende Gift, welches Sie ihrem Mahl immer und immer wieder ins Fleisch rammt. Die Zunge ausgestreckt, züngelnd nach dem Duft des nahenden Todes, lechzend nach dem Rausch des letzten Herzschlags. Sie reißt ihr Maul auf, gierig sein Leben in sich aufzunehmen. Der Greif so schwach, während seine treuen Winde zu weinen beginnen. Der Adler schaut ein letztes Mal in den Himmel. Mit einem Schlag verschwanden die Wolken und Nebel am Horizont und der Himmel erstrahlt und versinkt in allen Farben des Tagesumlaufes. Das wütende Meer nun nicht mehr als ein plätschernder Bach. Sonne, Sterne und Mond tanzen, verwirbeln und nehmen sich an die Hände und 3 Klingen, schärfer als ein jedes Schwert blitzen auf und rammen sich in des Schlangen Körpers.
Die erste Klinge spricht:
Die Strahlen der Sonne leiten mich! Empor zum Licht soll der Adler aufsteigen, gekrönt vom gleißenden Schein! Und schmoren soll die Bestie, die die Krone stahl!
Die 2. Klinge spricht:
Das Schimmern der Dämmerung leitet mich! Gefangen zwischen Licht und Dunkelheit soll die Schlange verhungern, während der Adler geschützt in der Umarmung des Umlaufs zu wahrer Größe erwächst.
Die 3. Klinge spricht:
Die Nebel der Nacht leiten mich. Im Schutz der Dunkelheit soll der Adler wachen, umringt von Gesäusel der treuen Winde, die seine Träume leiten. Ertrinken soll das Biest im tosenden Meer der Tiefe.
3 ist die Zahl und 3 sollen es sein! Der Adler steigt auf, gekrönt vom ewigen Kreislauf! Der Himmel öffnet seine Pforten und die Winde jubeln und jauchzen, während sie ihn empor tragen. Und vernichtet ist die Bestie, die die Krone stahl.
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