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Von mächtigen Wesen und beseelten Orten

Aufsatz von Magus Thalian Brimholz


Die elementare Fülle Mitrasperas wird von Gelehrten nicht angezweifelt. Das ganze Land ist erfüllt von elementarer Magie, die in den unterschiedlichsten Formen daherkommt: Mal als reine Kraftströme, die gange Landstriche prägen1, mal als Ansammlungen eines oder mehrerer Elemente, die sich an einem Ort konzentrieren. 

Mit den Jahren und durch viele teuer erkämpfte Erkenntnisse hat sich unser Wissen über

magische Phänomene des Kontinents potenziert. Doch wie es in den Studien der

Magie üblich ist, bleiben einige Geheimnisse und Ungereimtheiten bestehen. Ein besonders strittiger Punkt sind die verschiedenen Ausprägungen elementaren Bewusstseins, welche sich und offenbart haben. 


Ein besonders interessantes Phänomen sind dabei die Geister der Elemente, oft auch

Elementare genannt. Viele Berichte erzählen Von Herbeirufungen oder spontanen

Erscheinungen von Elementaren, meist als Ziel oder Beiwerk zu mächtigen magischen

Akten, gelegentlich aber auch als Boten anderer elementarer Mächte2. Aus anderen

Ländern kennen wir darüber hinaus ganze Teilbereiche magischer Kunst, die sich nur

mit der Herbeirufung und Kontrolle elementarer Wesenheiten beschäftigen. Elementare sollten weder mit Avataren noch den ungleich mächtigeren Weltenkindern verwechselt werden, welche neben deutlich größerer Macht auch eine deutlich stärkere Persönlichkeit zeigen. Bei den Avataren ist uns dies aus Zeugenberichten bekannt, während Welterkinder meist nur sehr indirekt durch die Geliebten Kinder der Elemente aufgetreten sind, weshalb hier nur gemutmaßt werden kann3. 


Elementare, so  die Theorie sind Verkörperungen elementarer Macht, geformt und

gefärbt durch zwei Dinge:  Den Akt ihrer Herbeirufung,sowie elementare Aspekte. So

gibt es Berichte über Elementare, die deutlich mit einzelnen Teilaspekten von

Elementen assoziert werden können, wie “Tod”, “Herrschaft” oder “Zeit”. Doch ist dies


eine Regel, oder bloß eine Beobachtung?

Eine ähnliche Form elementarer Wesenheiten ist uns in Form von Beseeltheiten

bekannt, die dieser Regel zu widersprechen scheinen Orte besonderer elementarer

Reinheit Vulkanschlote, Berggipfel unterirdische Seen und ähnliche Wunder der

Natur-können gelegentlich von einer Art Geist beseelt sein, die ohne Zweifel einem

Element zuzuschreiben ist meist aber deutlich komplexere, auf den Ort ihrer Bindung

ausgerichtete Wesensmerkmale zeigt Diese Ortsbeseeltheit kann von einer einzelnen

Wesenheit stammen aber sich auch aus Überbleibseln Von Seelen formen, wie zum

Beispiel an Orten wo, viele Wesen einem Element geopfert wurden. In jedem Fall

sollte vermieden werden, den Geist oder die Geister eines solchen Ortes direkt zu rufen,

denn die Gefahren, einem zu mächtigen oder fremdartigen Wesen entgegenzustehen,

sind zu hoch5.  Dennoch hat es in der Vergangenheit Versuche gegeben, sich diese

Macht zurutze zu machen, beispielsweise in der Artefakterstellung oder bei der

Durchführung von Ritualen. Aber auch hier sollte höchste Vorsicht an den Tag gelegt werden!


  1. Vgl. Das Flustern der Erdadern Von Bruder Malvarik verfasst in einer Phase “erhöhter Inspiration” (Stadtarchiv Von Windhag, unvollständig erhalten).

  2. ‘Viele Elementare erscheinen, wenn sie sich selbst beschwören! - Behauptung im Codex Umbralicus angeblich niedergeschrieben von einem besessenen Schreiber, Quelle umstritten

  3. Bericht aus der Handschrift Wunder und Schrecken der Weltenkinder.

  4. Siehe über die Selbsterhebung der Felsen Von Daria Von Norr, deren letzte Expedition leider in einem Lavastrom endete.

  5. Aufzeichnungen aus der berüchtigten Ritualsammlung des Zirkels der Schwarzen Feder, viele Beschreibungen gelten als höchst riskant und unvollständig