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Über Morchor’Golk und seine Waffen

(Altmitrasperani)

„Primus

Ich weiß nicht, was mit unserem Bruder im Geiste geschehen ist. Er folgte unserem Weg, Fortschritt und Macht waren es, die ihn antrieben. Doch er entfernte sich immer mehr von uns. Er ging an diesen Ort, diesen Tempel, diesen Knoten der Kraft. Wir verstanden lange nicht, wieso er es tat, aber er ließ sich nicht davon abbringen. Und dann erschuf er sogar neue Wesen… Er nannte sie Narech’Tuloch und sie sollten ihm helfen, die Macht des Ortes zu nutzen, aber sie waren noch für so viel mehr gut.


Secundo

Das Unvorstellbare ist passiert. Er, der einer von uns war, hat sich herabgelassen auf die Stufe seiner Schöpfung! Er hat sich in eines dieser Wesen gewandelt, dieser Narech’Tuloch! Wie töricht, wie kurzsichtig, sich selbst so zu schwächen und zu entmachten. Natürlich konnte er sie nun nicht mehr schützen und wir taten, was getan werden musste: Wir entrissen ihm die Kontrolle über den Tempel, damit wir ihn endlich für unsere Zwecke gebrauchen konnten. Ihn jedoch können wir nicht festsetzen. Er ist untergetaucht, versteckt sich sicherlich zwischen den nun Seinen. Ich weiß nicht, was er in ihnen sieht, sie sind uns untertan. Untergeben!

Schwach, beschränkt, ja, unzivilisiert. Sie existieren nur, weil sie ihren Nutzen haben.


Terzius

Wir hätten es ahnen sollen, dass er nicht lange verborgen bleibt. Zu groß ist die Zuneigung zu dieser, seiner Schöpfung geworden. Ich weiß nicht, wie er es gemacht hat, aber er hat an Macht und Einfluss gewonnen- und er ist stark geworden! Als er wieder auftauchte, führte er sein Volk in einer Revolte. Sie wollen sich gegen uns, ihre Herrscher, auflehnen! Und das mit ihm an der Spitze! Unerhört!

Und doch: Nur mit viel Mühe gelang es uns, sie niederzuzwingen und er selbst konnte wieder entkommen. Aber nun wissen wir: Wir müssen die, die wir als Diener nutzen, noch besser im Auge behalten. Nie wieder soll es einen solchen Aufstand geben.


Quartus

Und wieder haben sie es gewagt - ein zweiter Aufstand! Wir haben ihn zerschmettert, doch der Sieg schmeckt bitter. Morchor’Golk, dieser elende Verräter, führte sie an. Mit eigenen Augen musste ich sehen, wie er meinen Bruder Abarchas niederstreckte - meinen Bruder! Das Blut eines Gerechten, vergossen durch die Hand eines Ehrlosen. Ob Abarchas diesen Tag überlebt, weiß ich nicht. Er stand nicht allein. Vier weitere Ketzer scharten sich um ihn und sie trugen mir unbekannte, mächtige Waffen, die eine blutige Ernte unter meinen Getreuen anrichteten. Doch auch diese Rebellion zerschlugen wir und nahmen die Waffen an uns.


Quintus

Mein Bruder ist tot.

Die Wunden, die diese Verräter ihm schlugen, waren zu tief. Dieses Volk der Mörder, diese Brut des Verrats- sie werden zahlen! Sie werden verbannt, hinweg aus unserem Angesicht! Zu den Boro’Madar werden wir sie treiben, in die finstere Tiefe der Erde, wo sie das Antlitz ihres geliebten Mondes auf ewig vergessen sollen!

Was ihre verfluchten Waffen betrifft: merkwürdig. In unseren Händen sind sie machtlos. Nur wer dem uralten Ruf der Elemente nah ist, vermag ihre Kraft zu erwecken. Also geben wir diese Waffen an die Getreuen unter den Dienervölkern, die, die wir ohnehin zu kontrollieren mögen. Sollen sie sie für uns führen.

Aithne, Schwester des großen Abarchas“