Über den Untergang der Insel Holmgang
1. Tag des Sturms Bjorn Eisenfaust
“Ich habe vieles gesehen in meiner Zeit als Krieger. Schlachten, Feuer, das Dröhnen der Waffen und das Schreien der Gefallenen. Doch nichts - nichts - hat mich so erschüttert, wie das, was ich auf der Insel Holmgang erlebte. Wir hatten das Land der Götter betreten, oder das, was von ihm übrig war. Der Tempel, der einst inmitten der Insel stand, war ein Symbol für die Macht der Fünf. Ein Zeichen ihrer Größe und eine Bestätigung der alten Legenden. Doch als wir auf die Insel kamen, war sie nicht mehr wie zuvor. Der Boden bebte, das Wasser begann sich zu heben und der Himmel selbst schien in Flammen zu stehen. Die Insel, die uns einst als heilig galt, sank in sich zusammen. Es war, als ob die Götter selbst beschlossen, sie zu vernichten. Das Land brach auseinander, Wellen schlugen gegen die zerfallenden Klippen und der Tempel, der einst so prächtig war, versank vor unseren Augen. Die göttliche Kraft, die die Insel nährte, zerfiel, als ob sie nie existiert hätte. In meiner ganzen Kriegerkarriere habe ich noch nie so etwas erlebt. Es war nicht nur der Verlust einer Insel, sondern der Verlust von etwas viel Größerem. Etwas, das wir nicht verstehen können, aber das uns dennoch im Inneren verängstigt. Ich kann nicht erklären, was hier geschah. Aber etwas weiß ich: Die Götter haben uns verlassen. Die Insel ist untergegangen, und mit ihr ein Teil von uns. Ich fürchte, was auch immer diesen Untergang verursacht hat, es ist nicht nur ein Ereignis der Natur. Es ist eine Entscheidung - eine Entscheidung, die sich vielleicht nie mehr rückgängig machen lässt. Und der Boden der Götter, der uns einst Hoffnung, Glaube und Ehre schenkte, ist nun verloren… für immer?”
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