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Sage vom Amulett von Askalaar

Und so geschah es, dass Kovaar, der Schmiedemeister, ein Amulett für den Betrüger Askalaar herstellen musste, nachdem er eine Wette gegen ihn verloren hatte. Da er aber die Ehre kannte, wählte er die schönsten Steine und das edelste Metall, um das Schmuckstück herzustellen. Zuletzt aber band er ein Fragment des Nordlichts selbst, das Askalaar so sehr liebte, in das Amulett, wo es in dessen Herzen sitzen sollte.

Zufrieden mit der Arbeit des Schmieds, verlieh Askalaar das Amulett fortan an seine treuesten Diener. Doch bald wurde es dem Gott langweilig und er ersann einen hinterhältigen Trick. Er belegte das Amulett mit einem mächtigen Zauber: Nur wer die Herausforderungen besteht und dem Tod wirklich begegnet, kann es ergreifen!

Und so erregte es den Gott, wie seine törichten Anhänger versuchten, das Amulett an sich zu nehmen und doch immer wieder scheiterten. Denn kein Skarge begegnet dem Tod wirklich, sondern es sind die Nebel und die Ewigkeit, die ihn holen und dann wieder zurückbringen, ohne dass er dieses Tor betreten hat.

Gyldra, die Goldene Göttin, beobachtete das Treiben eine Weile, bevor sie sich an Askalaar wandte: "Du amüsierst dich über jene, die dir die Treue geschworen haben", stichelte sie, "weil sie eine unmögliche Aufgabe nicht erfüllen können. Dabei kannst du es nicht einmal selbst tun."

Und so kam es, dass Askalaar in das Reich der Sterblichen kam, um sein Amulett nach Hause zu bringen, und scheiterte.

Denn Gyldra hatte in ihrer Weisheit sofort durchschaut, dass auch Askalaar selbst den Herausforderungen nicht gewachsen war. Auch er traf nicht den Tod, als er es berührte, sondern erwachte dort, wo die Götter leben, als das unsterbliche Wesen, das er ist.

Und so liegt das Amulett bis heute unter den Sterblichen, und seine Macht bleibt ungenutzt. Wahrlich, den größten Trick von Askalaar hat er sich selbst vorgespielt.