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Der schwarze Hengst

“An alle Stallknechte und Mägde,

 

Ach, ich sag’s euch, lasst die Finger von Ravenfall. Der Prinz duldet’s nicht, wenn jemand das Tier anrührt. Ich hab’s einmal gewagt, bloß um ihm ein Stück Apfel zu geben – beim Sonn, ich hab gedacht, er würd mich erwürgen mit seinen Blicken. Geschrien hat er, als hätt ich ihn höchstpersönlich geschlagen. Seitdem trau ich mich nicht mehr in seine Nähe, wenn er im Stall ist.

 

Früher war das Pferd sein Ein und Alles. Schön und schwarz wie Mitternacht, schnell wie der Wind. Kein anderes Tier kam an Ravenfall heran. Der Prinz ritt ihn in Turnieren, auf der Jagd, selbst in die Schlacht. Und dann… diese eine Nacht, in der er sie retten wollte, Lyanna Spellweaver. Ich weiß nicht, was genau geschah, aber als er zurückkam, war er nicht mehr derselbe. Und Ravenfall auch nicht.

 

Jetzt steht das Tier nur noch in der hintersten Box, wird versorgt, ja, aber keiner reitet es mehr. Es scheint, als würde der Prinz sich nicht entscheiden können – liebt er es noch oder hasst er es? Und wenn einer von uns es anrührt, ist es, als würde er selbst von alten Geistern gepackt.

 

Also sag ich euch, streichelt, füttert, bewundert die anderen Pferde, aber wagt es nicht, Ravenfall anzurühren. Ihr wollt den Zorn des Prinzen nicht kennenlernen.

 

Edric”

 

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“An alle Stallknechte und Mägde,

 

Bitte denkt daran, dass Prinz Alva das weiße Pferd Whisper und das braune Pferd Thunder mitgenommen hat. Ihr wisst, der Prinz wünscht, dass seine Pferde als Mitglieder seiner Entourage behandelt werden, wie alle anderen und deshalb mit Namen anzusprechen sind. Stellt daher sicher, dass jede Person, die mit den Pferden zu tun hat, ihre Namen kennt.

 

Edric”