Direkt zum Hauptinhalt

Rede der Elementarvölker im Herrscherrat

(Folgende Rede trug die Edalphi Sonali für die Völker im Herrscherrat vor)

“E'said.

Mein Name ist Sonali vom Volk der Edalphi. Manch einer unter euch mag mich kennen, hat mich vielleicht schon einmal gesehen oder kennt das Volk, dem ich angehöre. Doch das spielt alles nur eine untergeordnete Rolle, denn es soll weniger um mich gehen, als um die Elementar Völker, für die ich versuche zu sprechen. Also, ob ihr mich kennt oder nicht, ich hoffe, dass meine Worte euch erreichen und etwas in euren Herzen auslösen, auch wenn wir keine direkte Bekanntschaft teilen. Für mich sind unter den Anwesenden einige, die ich kenne, die mir unbekannt sind oder einige, die ich sogar Freunde nennen darf. Einige, die mir über die Jahre unter den Siedlern ans Herz gewachsen sind und mit denen ich wachsen durfte. Freunde, die mir Verständnis und Unterstützung entgegengebracht haben und die ich niemals vergessen werde.

Als die Welt noch jung war, haben wir Elementar Völker euch als Abenteurer, später als Siedler auf diesem Kontinent aufgenommen. Wir haben unser Land und unser Wissen mit euch geteilt, haben euch unterstützt und haben auch eure Kulturen und Sitten kennengelernt. Wir waren eure Diener. Wir waren eure Ratgeber in dieser Welt und haben euch die Elemente gelehrt. Wir waren eure Mitstreiter in einem nicht enden wollenden Krieg. Wir haben mit euch gekämpft, gelitten, haben Siege errungen und Niederlagen ertragen. Wir haben gemeinsam gelacht, geliebt und gelitten, hatten unsere Auseinandersetzungen. Wir haben uns versöhnt, gestritten und niemals aufgegeben. Wir wurden eure Söhne und Töchter und nicht zuletzt für den einen oder anderen wurden wir Lebens- und Seelengefährten. Wir haben Seite an Seite gekämpft, sind füreinander gestorben oder haben uns mit und für euch geopfert. Doch wir alle unterliegen dem ewigen Wandel der Zeit und dieser Wandel führt uns nun unwiderruflich unserem Ende entgegen. Ich möchte heute und hier dieses Ende nicht mehr diskutieren. Alle Worte dazu wurden gesagt und wir wollen mit erhobenem Haupt diesem Ende entgegengehen. Was Mitraspera von uns allen verlangt hat, wurde erbracht. Ihre Aufgaben und Bedingungen sind erfüllt und unser Ende ist unausweichlich. Ich möchte meine Stimme hier ein letztes Mal nutzen, denn ich denke nicht, dass ich den Sommerfeldzug erleben werde. Ich möchte Fragen stellen, die nicht hier und vor allem nicht heute beantwortet werden sollen. Mir fällt es schwer, die Hoffnung aufzugeben, dass die Elemente eure Bemühungen doch noch anerkennen und von uns etwas das fühlt, denkt und lebt? hier verbleiben kann. Für mich selbst kann ich diese Entscheidung nicht treffen, ob ich gehe oder bleibe, aber ich weiß, dass es innerhalb der Völker einige gibt, die die Hoffnung und den Wunsch, dass etwas bleibt, nicht aufgegeben haben.

Für diese unter den Völkern stelle ich Fragen. Auf dem neuen Kontinent, werden wir nicht wie ihr es gewohnt seid euch den Weg weisen können, aber wir werden weiterhin mit unserem Wissen als Ratgeber für euch da sein. Also frage ich euch: Werden diese Stimmen weiterhin Gewicht haben? Wird unsere Hilfe angenommen? Werdet ihr unserem Rat vertrauen? Wird das Opfer das wir geben werden, damit Mitraspera, unsere und eure Heimat, die Kraft hat zu überleben, einen Wert haben? Werdet ihr die Erinnerung an das, was wir waren und was wir gegeben haben, auch in Zukunft anerkennen?

Wer werden wir für euch sein?

Aus diesen Fragen ergibt sich eine Bitte und ich trage diese mit schwerem Herzen und dem höchsten Respekt an euch heran. Ihr seid die Herrscher, die von den Elementen und euren Siedlern auserwählt wurden. Ihr seid die Gesichter und das Spiegelbild eurer Siegel. Ihr seid die Faust und das Herz, der Mut und der Wille. Ich weiß ihr werdet die, die für immer gegangen sein werden, ewig in euren Herzen tragen. In meinem Volk sagt man sie gehen zu den Sternen, die Narech Tuloch sprechen vom ewigen Kreislauf, die Naldar vergehen zu Asche und die Sephor'Assil gehen in die Tiefe. Ich bitte euch, dass ihr, sollte etwas von uns bleiben, diesem Sein mit Wertschätzung, Vertrauen und Liebe begegnet. Gebt ihnen nicht nur Hoffnung, sondern auch weiterhin eine Stimme und einen Sinn und würdigt, was sie waren, was sie verloren und geopfert haben.”